Die Heidenburg

Lage:

Die Heidenburg liegt südwestlich von Gimmeldingen, einem Ortsteil von Neustadt an der Weinstraße, rechts über dem Tal des Mußbachs in 316 m Höhe auf der Kuppe des Nöpelberges, des Ostläufers des 553 m hohen Weinbiets

Die Anlage

Die Anlage bestand aus einem ovalen Ringwall, innerhalb dessen wohl ein ungefähr quadratischer Wohnturm errichtet war. Von diesem und dem Ringwall sind nur noch wenige Reste und Geländespuren sichtbar, Überbleibsel von weiteren Behausungen lassen sich allenfalls erahnen. Da in unmittelbarer Nachbarschaft der Gimmeldinger Steinbruch betrieben wurde, wurden in der Vergangenheit Bestandteile des Ringwalls ebenfalls „abgebaut“.

Die Geschichte:

Das Kulturdenkmal[4] stammt vermutlich aus dem 9. Jahrhundert, also aus karolingischer Zeit, und wurde angeblich 843[5] unter Ludwig dem Deutschen errichtet. Die Anlage diente als Fliehburg, denn von der Bergkuppe aus bot sich ein weiter Blick hinaus in die bis zu 200 m tiefer gelegene Rheinebene.

Ob die Heidenburg durch Zerstörung oder Verfall endete, ist nicht bekannt. Sie geriet sehr bald in Vergessenheit und erhielt ihren Namen, weil ihre Entstehung schließlich auf die Kelten zurückgeführt wurde, die im 1. Jahrtausend v. Chr. die Gegend bewohnten.


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